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Weiterentwicklung der Innovationsstrategie: Formative Evaluation und Governance-Analyse des Innovationsumfelds

Das Teilprojekt Formative Evaluation unterstützt die Umsetzungsprojekte in ihrer Wirkungsorientierung. Zu Beginn der jeweiligen Projekte wurden Visionen dazu erarbeitet, welche Ergebnisse und Wirkungen von den jeweiligen Projekten angestrebt werden.

 

Hauptziel des Verbundvorhabens „Weiterentwicklung der Innovationsstrategie“ ist die konzeptionelle Begleitung und wissenschaftliche Fundierung der Arbeit des WIR-Bündnisses region 4.0, um die Basis für die Weiterentwicklung der Innovationsstrategie zu schaffen.

Das Verbundvorhaben wird in enger Kooperation zwischen den Teilvorhaben „Formative Evaluation“ (ZTG der TU Berlin) und „Innovationsumfeld und Governance“ (IRS/ab 2021 BTU) durchgeführt. Für die Weiterentwicklung der Innovationsstrategie werden somit Erkenntnisse aus der begleitenden formativen Evaluation des Innovationsprozesses und der Bewertung des Innovationsumfelds mit Anregungen von Erfahrungen aus anderen Regionen zusammengeführt und in Handlungsempfehlungen an das Bündnis verdichtet.

Projektziele

Das Arbeitsziel des Teilvorhabens „Formative Evaluation“ ist die konzeptionelle Begleitung des Bündnisses region 4.0 und der Umsetzungsprojekte bei der Erreichung der geplanten Ziele und Wirkungen. Die formative Evaluation berät das Bündnis zur wirkungsorientierten Steuerung von Innovations- und Projektprozessen und erarbeitet gemeinsam mit dem Verbundpartner BTU Handlungsempfehlungen für die Weiterentwicklung der Innovationsstrategie.

Die Erkenntnisse aus der Auswertung der erhobenen Daten bieten auf zwei Ebenen eine Basis für Nachjustierungen im Bündnis: Auf der Ebene der Umsetzungsprojekte werden die ProjektkoordinatorInnen im Hinblick auf Planung, Monitoring und Erreichung der vorgesehenen Ziele und Wirkungen der einzelnen Projekte beraten. Auf der Ebene des Bündnisses dienen die Erkenntnisse der konzeptionellen Unterstützung der Steuerungsgruppe und des Innovationsmanagements. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Verzahnung der Umsetzungsprojekte miteinander, um Synergien im Sinne der Innovationsstrategie zu erzielen.

Der Fokus des Teilvorhabens „Innovationsumfeld und Governance“ ist die Analyse der regionalen Governance und des Innovationsumfelds. Es werden fördernde und hemmende Aspekte einer innovationsbasierten Regionalentwicklung identifiziert, um die strategische Ausrichtung des WIR! Bündnisses zu fundieren. Mithilfe der wissenschaftlichen Begleitung sollen die Erfahrungen und Lernergebnisse aus der ersten Umsetzungsphase aufgearbeitet werden, um die Verstetigung der Arbeit des Innovationsbündnisses zu ermöglichen. Dabei werden auch andere Regionen vergleichend untersucht, in denen sich regionale Governance-Akteure etabliert haben, die innovationsbasierte Strukturwandelprozesse begleiten. Ziel ist es, Perspektiven zur Verstetigung des Bündnisses zu identifizieren. Das Vorhaben ermöglicht eine empirische und theoretische Verknüpfung mit wissenschaftlichen Diskussionen zu „organizationally thin regions“, Pfadabhängigkeiten in der regionalen Entwicklung und kollaborativer Transformation.

  • Aufarbeitung des aktuellen Wissensstandes zur regionalen Innovationsforschung
  • Empirische Umfeldanalyse für das Innovationsgeschehen in der Umsetzungsregion inklusive der Identifikation von fördernden/hindernden Faktoren in Institutionen und Governance
  • Reflexive und responsive Begleitung des Innovationsmanagements sowie der übergeordneten und handlungsfeldbezogenen Partizipations- und Kommunikationsmaßnahmen.
  • Formative Evaluation der Partizipationsformate und Umsetzungsprojekte, um ihre Wirkungsentfaltung und Zielerreichung zu unterstützen
  • Beförderung des Gesamtverständnisses der Bündnismitglieder über die übergeordneten Ziele der Innovationsstrategie sowie über die handlungsfeldübergreifenden Synergien.
  • Empirische Vergleich und Analyse praktischer Innovationsansätze aus anderen Regionen für die Möglichkeiten zur Imitation, Adaption und zum Transfer in die Umsetzungsregion.
  • Weiterentwicklung der Innovationsstrategie des Bündnisses für die zweite Förderphase auf Basis der Evaluation und Analysen.
  • Konzipierung unterschiedlicher Szenarien zur Verstätigung des Innovationsmanagements nach der Förderphase.
Kontakt:
Emilia Nagy
ZTG – Zentrum Technik und Gesellschaft / TU Berlin
E-Mail: nagy@ztg.tu-berlin.de
Projektzeitraum:
September 2019 – September 2023
Projektleitung:
Prof. Dr. Martina Schäfer | ZTG
Beteiligte Institutionen:
ZTG – Zentrum Technik und Gesellschaft / TU Berlin
Prof. Dr. Martina Schäfer
Emilia Nagy

IRS – Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung e.V. (bis August 2022)

BTU – Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg
Prof. Dr. Ludger Gailing
Sunna Kovanen
Dr. Peter Ulrich (Universität Potsdam)
Publikationen:
Schäfer, M., Nagy, E., Gailing, L., & Ulrich, P. (2021): Empfehlungen an das WIR!-Bündnis „region4.0“ (Barnim-Uckermark-Uecker-Randow) auf Basis der formativen Evaluation und der Governance-Analyse des Innovationsumfelds. Ein Feedback Loop Paper

Schäfer, M., Nagy, E. (2021): Ergebnisse der formativen Evaluation der Partizipationsformate im WIR!-Bündnis region 4.0

Gailing, L. (2023): Regionale Wertschöpfungsnetze im ländlichen Raum. Das Bündnis „region 4.0“ als Motor für Kooperation und Transformation. PLANERIN, 2(2023), 34-36.

Kovanen, S., Ulrich, P., & Gailing, L. (2023): Institutionalizing collaborative regional governance in organizationally thin regions – Regional development agencies and the neglect of social innovations. Frontiers in Political Science (Section Comparative Governance), 5(1092295), DOI: 10.3389/fpos.2023.1092295

Nagy, E., Kovanen, S., Schäfer, M., & Gailing, L. (2023): Innovationen in ländlichen Räumen etablieren? Erkenntnisse aus der Umsetzung und Weiterentwicklung einer regionalen Innovationsstrategie. RaumPlanung, 220(2023), 49-54.
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